Ausstrahlung von "Räuber Kneißl" am 11.06.2020 um 22.45 Uhr im BR - nach einem Drehbuch von Karin Michalke

Bayern, zm 1900: Das Schicksal des legendären Räubers Kneißl erhitzt die Gemüter. Unschuldig verurteilt und aus Armut zum Verbrechen gezwungen, rebelliert er listig gegen die Staatsmacht. Schließlich beschließt Kneißl, mit seiner großen Liebe Mathilde nach Amerika auszuwandern. Zuvor will er jedoch einen letzten Einbruch begehen. Doch der missglückter Einbruch wird der Familie Kneißl schließlich zum Verhängnis. Der Vater wird bei der Festnahme zu Tode geprügelt, die Mutter wird zu einer langen Gefängnisstrafe verurteilt. Wutentbrannt legt sich der 15-jährige Alois daraufhin mit den Gendarmen an. Und so kommen auch er und sein unschuldiger Bruder Mathias für sechs Jahre hinter Gitter, wo Alois schließlich stirbt. Trotz Alois’ Tod und des Unrechts, das ihm zugestoßen ist, ist Mathias fest entschlossen, ein rechtschaffenes Leben zu führen. Nach seiner Entlassung lernt er Mathilde kennen, seine große Liebe. Mit ihr will er nach Amerika auswandern, in die Freiheit, fern der Gängelei der Behörden. Als der junge Mann das Geld für die Überfahrt nicht aufbringen kann, trifft er die Entscheidung, einen letzten Einbruch zu begehen – mit tragischen Folgen. Noch heute gilt Mathias Kneißl (1875–1902) in der kollektiven Erinnerung Bayerns als Volksheld. Zu Lebzeiten war er der meistgesuchte Verbrecher Bayerns und selbst Prinzregent Luitpold ließ sich täglich über die Jagd nach dem Gesetzesbrecher Bericht erstatten. Regie führte Marcus H. Rosenmüller.

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